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Katarakt (Grauer Star)

Die Operation des Grauen Stars führen wir im St. Vincentius-Krankenhaus hier in Speyer durch. Die Sterilisation unserer OP-Instrumente und Reinigung des OP-Raumes werden durch  speziell ausgebildete Fachkräfte durchgeführt. Die angewandten Hygiene-Standards entsprechen denen für große chirurgische Eingriffe, die in diesem Hause genauso durchgeführt werden. Vor und nach der Operation werden unserer Patienten auf einer speziellen Station von einer eigenen Krankenschwester betreut, so dass eine sehr ruhige und entspannte Atmosphäre herrscht. Wir arbeiten mit Narkoseärzten zusammen, die sehr viel Erfahrung mit der Operation des Grauen Stars haben, so dass die Kurznarkosen, die wir überwiegend durchführen, sehr gut verträglich sind.


Ist ein Patient alleinstehend ohne Angehörige oder wird am Einzigen Auge operiert, besteht die Möglichkeit, die erste Nacht im Krankenhaus zu verbringen. Sollten Sie das wünschen, lassen Sie es uns bitte im Voraus wissen, damit wir dementsprechend planen können!


Die Operation des Grauen Stars ist der am Menschen am häufigsten durchgeführte Eingriff überhaupt. Nach einem unter. 3mm großen Schnitt am Hornhautrand und kreisrunder Eröffnung des vorderen Kapselblattes wird die eigene Linse mittels Ultraschall in kleine Stücke gebrochen (Phakoemulsifikation), diese werden abgesaugt. Anschließend wird in den leeren Kapselsack die neue Kunstlinse eingesetzt. Diese sitzt also in der Regel genau an der gleichen Stelle wie die ursprüngliche eigene Linse. Die Kunstlinsen bestehen aus einem elastischen Material (Acryl oder Silikon), weswegen sie gerollt und durch den kleinen Schnitt in das Auge geschoben werden können. Im Kapselsack entfalten sie sich und zentrieren sich mittels ihrer zwei elastischen Bügel.

Am OP-Tag sind die Patienten mehrere Stunden im Krankenhaus, die eigentliche Operation jedoch dauert in der Regel nur 10-15 Minuten. Am nächsten Tag führen wir eine Kontrolle in unserer Praxis durch. Hierbei wird auch der Verband abgenommen. Es gibt ein Rezept für Augentropfen und einen Tropfplan, wie diese appliziert werden sollen, wichtige Verhaltensregeln werden besprochen und die weiteren Kontroll-Termine vereinbart.


Die Kunstlinsen gibt es in verschiedenen Stärken. Wir haben jetzt die Möglichkeit, vorher bestehende Sehfehler (Kurz- oder Weitsichtigkeit) zu korrigieren. Deswegen müssen wir von der OP die Augen vermessen (mit dem Ultraschall, oder moderner zusätzlich mit dem IOL-Master). Da die Kunstlinsen, die von der Krankenkasse übernommen werden, nicht akkommodieren können, wird in der Regel nach der Operation eine Lesebrille benötigt. Da die meisten Menschen, die am Grauen Star operiert werden, schon viele Jahre alterssichtig (presbyop) waren, sind sie es auch gewohnt, unterschiedliche Brillenkorrekturen für unterschiedliche Entfernungen zu tragen. Es gibt auch die Möglichkeit, beide Augen für unterschiedliche Seh-Abstände zu operieren (ein Auge für die Ferne, eins für die Nähe). Hierbei kommt es allerdings zu einem Verlust des Stereo-Sehens, weshalb wir diese Monovision nicht generell empfehlen. Inzwischen gibt es auch mehrere multifokale Kunstlinsen auf dem deutschen Markt. Hiermit ist tatsächlich ein Leben ohne Brille möglich, allerdings auf Kosten einer schlechteren Kontrastwahrnehmung und häufig der Wahrnehmung von leichten Doppelbildern. Da multifokale Kunstlinsen aus Sicht der Krankenkassen nicht medizinisch notwendig sind, übernehmen diese weder die Kosten für die Linse, noch die Kosten der Operation.