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Medikamenteninjektionen

In den letzten Jahren nimmt die Intravitreale Injektion, die Medikamentengabe direkt in den Glaskörper, einen immer höheren Stellenwert in der Augenheilkunde ein. Hauptsächlich wird sie eingesetzt bei:

• Feuchter Makuladegeneration
• Diabetischem Makulaödem
• Retinalen Gefäßverschlüssen

Als Medikamente stehen zur Zeit die sogenannten VEGF-Hemmer (z.B. Lucentis) und ein Cortisonpräparat (Ozurdex) zur Verfügung.


Das Wachsturmshormon VEGF (Vascular Endothelial Growth Factor) ist maßgeblich für die Entwicklung einer feuchten AMD verantwortlich, aber auch für die Entwicklung von Makulaödemen bei Diabetes und Gefäßverschlüssen. VEGF-Hemmer (z.B. Lucentis) wirken dem VEGF entgegen und häufig gelingt es damit, ein Makulaödem zur Austrocknung zu bringen. Ziel der Behandlung ist es, einen Abfall an Sehfähigkeit zu bremsen und den Ist-Zustand zu erhalten. In ca. 20% der Fälle kann sogar eine Sehverbesserung erzielt werden. Je nach Medikament und Grunderkrankung besteht eine Behandlungsserie meist aus 3 Injektionen im Abstand von 1 Monat.
Im Anschluss an eine Behandlungsserie werden bildgebende Untersuchungsverfahren durchgeführt, um zu entscheiden, ob erneut 3 Injektionen gegeben werden müssen.


Ozurdex ist für die Behandlung von Gefäßverschlüssen zugelassen und wirkt in der Regel mehrere Monate.


Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten für Lucentis und Ozurdex nur nach erfolgtem Kostenantrag. Da zwar das Medikament zugelassen ist, es im Moment jedoch keine Abrechnungsziffer für den Eingriff gibt, bestellt der Patient das Medikament per Privatrezept in der Apotheke und bringt es zur Injektion mit. Sowohl das Medikament, als auch die Injektion muss der Patient zunächst privat zahlen, bekommt diese Auslagen jedoch (anteilig) von der Kasse erstattet.

Wichtig zu wissen ist: es gibt kein einheitliches Verfahren, wie die Gesetzlichen Krankenkassen die Kosten erstatten. Deshalb immer erst das Ergebnis des Kostenübernahmeantrags abwarten!