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Kinderophthalmologie („Sehschule“)

Kinder müssen richtiges Sehen erst lernen. Dies tun sie bis zu einem gewissen Alter (meist ca. 8 Jahre). Dann schließt sich dieses Lernfenster. Alles, was die Augen bis dahin nicht gelernt haben, kann später nicht mehr aufgeholt werden. Deswegen ist es so unglaublich wichtig, dass jedes Kind möglichst schon im Vorschulalter einmal beim Augenarzt vorgestellt wird. Je früher, desto besser! Hierbei ist es egal, ob es Beschwerden äußert oder nicht. Eine kleine Abweichung der Augenstellung wird häufig von Eltern nicht bemerkt, kann aber darüber entscheiden, ob das Auge später einmal 100% oder nur 5% sehen kann! Sehen Sie als Eltern schon, dass ein Auge des Kindes immer oder immer mal wieder zur Seite weg steht, dass die Augen Trübungen aufweisen, zittern, flattern oder ein Augenlid hängt, ist es natürlich umso wichtiger, so schnell wie möglich einen Termin in unserer Kinder-Sprechstunde zu vereinbaren. Kinder, in deren Verwandtschaft Schielen, höhere Fehlsichtigkeit, Schwachsichtigkeit und andere Augenfehler bekannt sind, haben ein erhöhtes Risiko, ebenfalls solche Krankheiten zu entwickeln. Sie sollten schon im Säuglings- oder Kleinkindalter untersucht werden. Da Kinder keine „kleinen Erwachsenen“ sind, benötigen sie häufig eine längere Eingewöhnungszeit und ein spielerisches Heranführen an die Untersuchungen. Hierfür haben wir eine Spezialsprechstunde etabliert, wo sich unsere Fachkräfte für Orthoptik (also die Beurteilung und Behandlung von Sehstörungen) viel Zeit nehmen. Eine Untersuchung beim Kinderarzt ersetzt nicht eine Untersuchung durch eine Person, die eine spezielle 3jährige Ausbildung im Bereich Sehstörungen bei Kindern absolviert hat!
Bei kindlichem Schielen soll die Therapie die negativen Auswirkungen, die das Schielen auf die Sehfähigkeit des betroffenen Auges und die Qualität des beidäugigen Sehens hat, zu minimieren. Für die Behandlung sind im Allgemeinen verschiedene Verfahren und Komponenten erforderlich: Brillenbestimmung und -verordnung, Okklusionsbehandlung und ggf. eine oder mehrere Schieloperationen. Keine dieser Behandlungskomponenten dient dabei als Ersatz für eine andere, häufig sind sie nur in Kombination sinnvoll und wirksam.
Wünschen Sie eine Untersuchung für Ihr Kind im Alter von bis zu 10 Jahren (außer bei akuten Entzündungen), sagen Sie bitte bei der Terminvereinbarung, dass es einen Termin bei einer unserer 2 spezialisierten Orthoptistinnen bekommen soll.
Nähere Informationen rund ums Thema erhalten Sie auf der Webseite des Berufsverbandes der Orthoptistinnen Deutschland e.V. unter http://www.orthoptik.de.
 

Orthoptik („Sehschule“ für Erwachsene)

Auch im Erwachsenenalter kann es aufgrund von Entzündungen, Durchblutungsstörungen, Trauma und verschiedenen Allgemeinerkrankungen zur Lähmung eines oder mehrerer Augenmuskeln kommen. Meistens tritt so eine Lähmung plötzlich auf und führt zur Wahrnehmung von Doppelbildern. In einem solchen Fall ist eine Vorstellung bei unseren Orthoptistinnen schnellstmöglich wichtig, um eine Lokalisation oder Schädigung festzustellen. In der Regel folgt dann eine weitere Abklärung durch den Neurologen. Je nach Ursache können sich solche Lähmungen wieder vollständig zurückbilden. Tun sie das nicht, kann die Orthoptistin häufig mit Prismenfolien und Trainingsprogrammen helfen. In manchen Fällen kann auch hier eine Operation helfen.
Daneben bieten unsere Orthoptistinnen auch Trainingsprogramme bei latentem Schielen an (wenn z.B. bei Müdigkeit ein Auge abdriftet), oder können Ihnen bei Gesichtsfeldausfällen nach Schlaganfall mit Übungen zur Seite stehen.
Sind bei Ihnen akut Doppelbilder aufgetreten, brauchen Sie einen schnellstmöglichen Termin. Machen Sie das bitte bei der Terminvereinbarung deutlich. Unsere Orthoptistinnen sind fast täglich im Haus.